Erfolgreiche Krallenpflege bei Katzen - so gelingt es dir!


Versteckt sich Deine Katze gerne, wenn sie die Krallenzange erspäht? Musst Du für Deinen Stubentiger gar eine Wohlfühlatmosphäre schaffen, damit Maniküre bei ihm überhaupt möglich ist? Natürlich ist ein entspanntes und zufrieden stellendes Trimmen der Krallen kein Hexenwerk - ganz im Gegenteil, es sollte immer eine angenehme Angelegenheit sein. Lies weiter und Du erfährst, wie Du Deine Katze in eine gelöste Stimmung bringst, damit das Kürzen der Krallen gar ein gemeinsames Vergnügen wird.

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Im Idealfall wird Deine Katze schon sehr früh an die Krallenpflege gewöhnt. Am besten setzt Du Dich in einem ruhigen Zimmer auf einen Stuhl und lässt sie auf Deinem Schoß Platz nehmen. Sorge dafür, dass sie in entspannter und vielleicht sogar leicht dösiger Verfassung ist, wie nach einer Mahlzeit. Stelle außerdem sicher, dass Deine Katze nicht von irgendwelchen Vögeln, anderen Tieren oder Geschehnissen abgelenkt wird.

Nun nimmst Du eine ihrer Pfoten sanft zwischen Deine Hände und massierst sie drei Sekunden lang. Wenn sie ihre Pfote wegzieht, gilt es, sie nicht festzuhalten, sondern der Bewegung nachzugeben und dabei einen leichten Kontakt aufrechtzuerhalten. Wenn Deine Katze wieder zur Ruhe gekommen ist, drücke ihre Pfote leicht zusammen, damit die Krallen sich etwas aufrichten. Lasse dann los und belohne sie. Wiederhole dies von Tag zu Tag mit all ihren vier Pfoten. So kann sich Deine Katze allmählich daran gewöhnen.

Bevor Du tatsächlich die Krallen Deiner Katze kürzt, sollte sie mit dem Geräusch der Krallenzange vertraut sein. Nimm sie wieder auf Deinen Schoß, klemme eine ungekochte Spaghetti in die Zange und halte sie vor das Gesicht Deiner Katze. Schnüffelt sie daran, lege ein Leckerli darauf und lass es sie fressen. Als nächstes massiere sanft ihre Pfote und drücke dabei leicht den Ballen Deiner Katze. Wenn die Krallen sich aufrichten, betätige die Zange, in der immer noch die Spaghetti steckt, und halte dabei die Katzenpfote nach wie vor gedrückt. Lasse dann die Pfote los und belohne Deine Katze.

Der pinke Teil der Katzenkralle, das Krallenbett, ist von Nerven und Blutgefäßen durchzogen. Es ist wichtig, diesen empfindlichen Bereich auszusparen. Zwicke nur den weißen Teil der Kralle ab. Es ist sehr ratsam, vorsichtig zu sein und eher weniger abzuzwicken, als der Katze Schmerzen zuzufügen. Sollte es dennoch zu einer Blutung kommen, kann sie mit einem Styptikum gestoppt werden. Es empfiehlt sich, bei der Krallenpflege immer eines griffbereit zu haben.

Wenn Deine Katze dann bereit für die eigentliche Krallenpflege ist, lass sie wieder auf Deinem Schoß Platz nehmen, nimm eine ihrer Pfoten in die Hand, massiere und drücke sie, bis sie die Krallen ausfährt. Überlege Dir, an welcher Stelle Du sie abzwicken möchtest und achte darauf, wo das Krallenbett beginnt. Zwicke nun nur die scharfe Spitze einer Kralle ab, lasse die Pfote dann los und belohne Deine Katze. Wenn sie sich weiterhin ruhig verhält, kannst Du mit der Prozedur fortfahren. Jedoch solltest Du Dich in einer Sitzung nicht um mehr als zwei Pfoten kümmern, und zwar solange, bis sich Deine Katze wirklich an das Trimmen gewöhnt hat. Und denke daran, sie danach immer zu belohnen.

Es ist empfehlenswert, Katzenkrallen alle zehn bis vierzehn Tage zu kürzen. Sollte sich Deine Katze dagegen sträuben, wende Dich an einen Tierarzt oder einen Tierfriseur. Auf keine Fall solltest Du die Stimme erheben oder sie bestrafen. Warte auch mit der Krallenpflege, wenn Deine Katze gerade nervös oder aufgeregt ist. Nimm Dir außerdem viel Zeit und vergiss nicht, immer eine kleine Belohnung bereitzuhalten. Viel Glück!

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